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Rheinhessen

Geografisch ist der Name des größten deutschen Anbaugebietes etwas verwirrend; denn die 26.000 Hektar am oberen Rheingraben liegen nicht in Hessen, sondern in Rheinland-Pfalz, genauer gesagt, zwischen Bingen, wo sich Rheingau, Nahe und Rheinhessen treffen, Worms und Mainz. Das große Gebiet wird in die drei Zonen Bingen, Nierstein und Wonnegau unterteilt. In Nierstein befindet sich, umgeben von einer Jahrhunderte alten Mauer, die älteste Weinbergslage Deutschlands, der Niersteiner Glöck, der 742 auf Geheiß Karls des Großen angelegt wurde.

 

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Wie hat sich der Weinbau in Rheinhessen entwickelt?

Am Beispiel Rheinhessens kann man sich exemplarisch den zwischenzeitlichen Verfall deutscher Weinkultur anschauen. Während die überschaubar kleine Weinbergslage des Liebfrauenstifts zu Worms noch im 18. und 19. Jahrhundert für ihre Qualität berühmt war und bis Ende des 19. Jahrhunderts als hochstehender Qualitätswein namens »Liebfrauenmilch« verkauft wurde, verwendete man den nicht geschützten Namen im 20. Jahrhundert für eine Großlage und vermarktete darunter süßliche Weißwein-Cuvées billigster Machart. Auch wenn Rheinhessen einmal ein stolzes Weinland gewesen war, so blieb vom guten Ruf in den 1990er Jahren nicht mehr viel übrig. Die meisten Winzer, auch jene mit hervorragenden Lagen, vermarkteten ihre Weine überwiegend als Fassware. Das änderte sich mit dem Jahrtausendwechsel und einer neuen Winzergeneration, die Rheinhessen gleichsam neu erfunden hat. Weingüter wie beispielsweise Wittmann im Wonnegau wandten ihre Erfahrungen aus der biologischen Landwirtschaft im Weinbau an, der junge Philipp Wittmann schaute sich nach dem Studium an der Hochschule Geisenheim in der Weinwelt um, weil er erfahren wollte, wie anderswo Qualitätswein produziert wird, und ist mit diesem Wissen und einer neuen Offenheit in die Heimat zurückgekehrt. Er gehört heute zu den führenden Winzern Deutschlands und hat das Tor geöffnet für viele weitere junge und unkonventionelle Winzer.

 

Wie ist Rheinhessen geographisch aufgeteilt?

Das Anbaugebiet ist in drei Bereiche aufgeteilt, die sich durch ihre geologischen Formationen wesentlich voneinander unterscheiden. Im Nordwesten befindet sich der Bereich Bingen mit 140 Einzellagen. Es folgt der Bereich Nierstein und der Wonnegau.

 

 Quelle: wein plus

Welche Rebsorten werden in Rheinhessen angebaut?

Sage und schreibe 56 weiße Sorten und 26 rote Sorten sind für den Anbau zugelassen. Jedoch besitzen nur etwa 10 Sorten Marktbedeutung. Bei den weißen Sorten dominiert auch hier der Riesling. Gefolgt von Müller-Thurgau, Grauburgunder, Weißburgunder, Silvaner und Chardonnay. Bei den roten Rebsorten ist die Verteilung wie in der benachbarten Pfalz: Spätburgunder, Dornfelder und Portugieser. Zugelassene Sorten wie zum Beispiel Bronner, Sirius oder Palas spielen zum Glück keine Rolle,.

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