Ich erinnere mich noch gut an unser erstes, zufälliges Treffen mit François Saint-Lô vor vielen Jahren. Er hatte gerade seine Tuffsteinhöhlen...
Ich erinnere mich noch gut an unser erstes, zufälliges Treffen mit François Saint-Lô vor vielen Jahren. Er hatte gerade seine Tuffsteinhöhlen bezogen, diese stillen, kühlen Kathedralen aus Kalkstein, die in ihrer Schlichtheit den perfekten Rahmen für seine Vision boten, und war auf der Suche nach einem gebrauchten Stockinger-Fass, das wir ihm vermitteln konnten. Sofort spürten wir die besondere Aura dieses vinophilen Kleinods, die kreative Energie, die in den wenigen Häusern der Anhöhe von Berrie pulsiert, wo Menschen aus den verschiedensten Berufen mit Leidenschaft und Fantasie eine kleine Welt voller Leben wiederbelebten.
François, ursprünglich aus der Normandie stammend, brachte die Neugier eines Suchers und die Sensibilität eines feinen Beobachters mit. Die Lehrjahre bei Olivier Cousin und Éric Dubois öffneten ihm früh die Augen für die kompromisslose Wahrheit des Naturweins – die feine Balance zwischen Boden, Traube und Handwerk, die nur Geduld, Respekt und Intuition formen können. Heute gehört François selbst zu jenen stillen Stars der französischen Naturwein-Szene, deren Weine mehr erzählen, als Worte fassen können: filigran, leise, dennoch intensiv und fordernd, von einer subtilen Kapriziösität, die sie zu seltenen, unverwechselbaren Unikaten macht. Weine, die nicht nur unseren Gaumen berühren, sondern das Herz der Sammlung, die wir mit ihnen bereichern, auf besondere Weise öffnen.
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