Man ist sich bis heute nicht so ganz sicher, wo der Sangiovese eigentlich entstanden ist, doch man geht davon aus, dass es in einem der vielen Klöster im Apennin gewesen sein...
Man ist sich bis heute nicht so ganz sicher, wo der Sangiovese eigentlich entstanden ist, doch man geht davon aus, dass es in einem der vielen Klöster im Apennin gewesen sein dürfte. Das Mittelgebirge trennt die Romagna von der Toskana. Der Sangiovese der Romagna war lange Zeit genauso berühmt wie derjenige der Toskana, doch in den letzten Jahrzehnten war der gute Ruf ein wenig verloren gegangen. In der Emilia-Romagna hatte man sich auf anderes verlegt und dem Sangiovese nicht mehr die Bedeutung zugemessen, die er eigentlich hätte haben sollen. Mittlerweile ändert sich das – glücklicherweise. Denn der Sangiovese der Romagna hat drei entscheidende Vorteile, die er in die Waagschale werfen kann. In Zeiten des Klimawandels profitiert er davon, dass es in der Romagna im Allgemeinen kühler ist als in der Toskana. Außerdem findet man hier noch alte, sehr hochwertige Sangiovese-Klone, und drittens findet man vor allem dort, wo Chiara Condello zu Hause ist, einen sehr kalkhaltigen, sandsteinigem, kreidigen und lehmigen Boden. Man nennt ihn dort Spungone, und er kommt vor allen der Subappellation Predappio vor. In Predappio wurde schon reinsortiger Sangiovese ausgebaut, als daran in der Toskana noch niemand dachte.
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